Ein PayPal-Konto – 8 IPNs
Trotz stärker werdender Konkurrenz erfreut sich PayPal auch auf dem deutschen Markt wachsender Beliebtheit. Hauptgründe sind dabei in erster Linie die einfache, schnelle und vor allem sichere Zahlungsabwicklung. Vor allem stellt PayPal eine erstklassige Alternative zum zwar in Deutschland weit verbreiteten, aber doch relativ unsicheren Lastschriftverfahren dar.
Nahezu jede eCommerce-Lösung verfügt mittlerweile über eine entsprechende PayPal-Schnittstelle. Im Optimalfall muss lediglich die PayPal-Emailadresse des Händlers/Marketers eingegeben werden und die Bezahlfunktion ist einsatzbereit.
Der größte Nachteil ist jedoch das Fehlen eines flexiblen IPN-Handlings. Die IPN (Instant Payment Notification = Sofortige Zahlungsbestätigung) kommuniziert mit der eCommerce Anwendung und teilt dem Script bestimmte Informationen zum Zahlungseingang mit. Dadurch lassen sich scriptinterne Abläufe erstellen und optimieren wie beispielsweise die automatische Produktauslieferung nach erfolgreich abgeschlossener Zahlung oder das Storno von Affiliate-Provisionen bei der Geltendmachung des Widerrufsrechtes.
In den letzten beiden Beispielen sehen wir bereits zwei IPN-Lösungen, die in vielen Webprojekten vorhanden sind: ein Online-Shop und ein Affiliate-Programm. Wird eine große All-in-one-Solution genutzt, wie beispielsweise das JEM von JROX, so stellt das kein Problem dar, da sämtliche Abläufe über eine IPN gesteuert werden. Diese All-in-one-Lösungen sind aber teileweise ziemlich teuer und gerade für Gründer eines Online- Unternehmens unerschwinglich. Hier findet man meist Einzellösungen, die häufig aus dem kostenlosen Open-Source-Bereich kommen.
Und genau an diesem Punkt treten die IPN-Probleme bei PayPal offen zu tage. PayPal lässt nämlich nur eine Weiterleitung pro Konto zu. Nutzt man aber zwei oder mehrere Lösungen, die auf die Daten der PayPal IPN angewiesen sind, stößt diese an ihre Grenzen oder mit anderen Worten gesagt: Es geht einfach nicht!
Abhilfe für dieses Dilemma schafft ein kleines Script, welches die acht bei PayPal registrierbaren Emailadressen den einzelnen Lösungen zuordnet und die Zahlungsdaten genau an das Script schickt, welches dieser Adresse zugeordnet ist.
Wie funktioniert das Script?
In jedem PayPal-Konto ist das Anlegen von bis zu acht Emailadressen möglich, denen die Zahlungen zugeordnet werden. Diese Möglichkeit nutzt das Script, um jede Anwendung genau einer Emailadresse zuzuordnen. An diese Anwendungen werden dann die Zahlungsinformationen gesendet. Schauen wir uns dazu ein kurzes Beispiel an.
Nehmen wir einmal an, wir betreiben einen Shop und ein Partnerprogramm als Einzellösungen. Beide benötigen eine eigene IPN-Weiterleitung.
Als erstes legen wir bei PayPal eine Emailadresse für jede Anwendung an, also z.b. shop@IhreDomain.com und affiliate@IhreDomain.com. Die IPN im PayPal-Konto leiten wir an unser PayPal-Multi-IPN-Script weiter. Im Script selbst weisen wir nun jeder Emailadresse die zugehörige Datei in der eCommerce-Anwendung zu. Das ist genau die URL, die man normalerweise bei PayPal im Bereich “Sofortige Zahlungsbestätigung” angibt. So würden wir der Email shop@IhreDomain.com die IPN unseres Shopscriptes zuweisen, z.B. …shop/ipn/ipn.php . Gleiches machen wir mit der Email unseres Partnerprogrammes. Wir setzen also beispielsweise affiliate@IhreDomain.com auf die URL …/affiliates/ipn/ipn.php. Da die Daten, die PayPal verschickt, auch die Emailadresse enthalten, an die die Zahlung geleistet wurde, weiß unser PayPal-Multi-IPN-Script jetzt genau, an welche Anwendung die Zahlungsdaten weitergeleitet werden müssen. Erfolgt die Zahlung an die Email shop@IhreDomain.com werden diese an das Shopscript verschickt.
Auf der Thank-You-Seite in unserem Shop, das ist die Seite, auf die der Kunde nach abgeschlossener Zahlung geleitet wird, ist der Tracking-Code unseres Partnerprogramms integriert. Unser Affiliate-Script weiß jetzt, welcher Partner den Umsatz generiert hat und schreibt die Provision diesem Affiliate gut. Die Auszahlung der Provision erfolgt später per PayPal über unsere Emailadresse affiliate@IhreDomain.com. Storniert der Kunde aus irgendeinem Grund den Kaufvertrag, geht eine Information von PayPal an unsere Shopscript. Der Umsatz wird storniert. Der hier installierte Trackingcode leitet diese Info an das Affiliatescript weiter. Dort wird die Provision ebenfalls storniert. In Abhängigkeit vom genutzten Affiliate-Script wird das Storno zum einen mit dem vorhandenen Guthaben verrechnet und, wenn sich ein negativer Betrag ergibt, kann dieser mit Hilfe der PayPal IPN vom PayPal-Konto des Affiliates eingezogen werden, um das Konto des Partners wieder auszugleichen. (In Deutschland wird die zuletzt genannte Variante kaum genutzt, da dazu eine Kreditkarte im PayPal-Konto des Partners hinterlegt sein muss. )
Ähnlich wie in diesem Beispiel lassen sich unzählige Szenarien erstellen. So könnten Sie darüber mehrere Shops auf unterschiedlichen Domains verwalten; Oder wenn Sie beispielsweise zum einen einen Shop betreiben und unabhängig davon einzelne Produkte auf SalesPages verkaufen und die PayPal-Button mit einem Script wie beispielsweise SmartDD managen.
Ein sehr gutes Verkaufsscript mit integriertem Online Shop ist auch der DLGuard. Damit können Sie sowohl die Bezahlbutton für einzelne Verkaufsseiten erstellen, den PayPal-Warenkorb nutzen und gleichzeitig alle erstellten Produkte im scripteigenen Online-Shop präsentieren. Mit dem DLGuard können Sie sogar Mitgliederseiten erstellen und verwalten. Auch wir nutzen den DLGuard auf der Webmasterflatrate. Der DLGuard arbeitet ohne die PayPal IPN.


Beim Thema Kredite sollte zudem auch immer erwaehnt werden, das der Kunde spaetestens nach Ablauf der Zinsbindung die moelichkeit zur Umschuldung gegeben ist. Im Ratenkreditbereich nach 6 Monaten, im Immobilienkredit bereichnach ablauf der Zinsbindung.
Gruesse